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„Eine sinnvolle Aufgabe“

Projekt Sprachpartnerschaften sucht deutsche Ehrenamtler

„Eine Sprachpartnerschaft ist für beide Seiten schön“, sagt Christiane Mayer. „Sie bietet eine sinnvolle Aufgabe für mich, und meine Sprachpartnerin hat Erfolg.“ Christiane Mayer und Faouzia Mansouri treffen sich seit Mitte Juli regelmäßig im Rahmen des Projekts Sprachpartnerschaften der Gemeindediakonie Lübeck.

Faouzia Mansouri ist gebürtige Tunesierin, hat lange in Italien gelebt und zog aus persönlichen Gründen vor zweieinhalb Jahren nach Lübeck. Zurzeit bereitet sie sich auf die Prüfung zum Sprachkurs B 1 vor. Mit ihrer deutschen Sprachpartnerin lernt sie und erfährt von ihr viel Unterstützung. „Ich bin allen sehr dankbar, der Diakonie und Christiane“, sagt sie. „In Lübeck habe ich ein neues Leben angefangen und bin gleich herzlich willkommen geheißen worden. Ich bin hier sehr glücklich.“ Christiane Mayer (64) ist Heilpädagogin in Rente, hat früher mit behinderten Kindern gearbeitet. „Nebenbei habe ich auch türkischen Kindern Deutsch beigebracht“, erzählt sie. Auch Faouzia Mansouri kommt aus einem sozialen Beruf, hat in Italien 16 Jahre lang in einem Kindergarten gearbeitet. „Ich würde hier sehr gerne ein Praktikum in diesem Bereich machen“, sagt sie.

„Miteinander sprechen – voneinander lernen“: Unter diesem Motto vermittelt das Projekt Sprachpartnerschaften seit mehr als zehn Jahren Einheimische und Zugewanderte. Die Sprachpaare treffen sich einmal in der Woche für ca. zwei Stunden an einem Ort ihrer Wahl oder aber im Haus der Diakonie am Mühlentorplatz 1, um sich auf Deutsch zu unterhalten. Die Migrantinnen und Migranten festigen so den Gebrauch der Sprache im Alltag, die Einheimischen lernen etwas über einen Menschen aus einer anderen Kultur und helfen ihrem Gesprächspartner oder ihrer Gesprächspartnerin, deutsche Kultur besser zu verstehen. Beide Partner informieren sich gegenseitig über „Land und Leute“.

„Aktuell suchen wir händeringend weitere deutsche Sprachpartner“, sagt Projektleiterin Claudia Rudloff. Gemeinsam mit zwei Mitarbeiterinnen berät und begleitet sie die Sprachpaare oder Interessierte. Nach einem ausführlichen Vorgespräch vermittelt das Team einen passenden Sprachpartner oder eine passende Sprachpartnerin. Eine Einführungsschulung, regelmäßige Sprachcafés sowie Vorträge und Workshops gehören ebenfalls zum Angebot. Das nächste öffentliche Sprachcafé findet am Montag, den 23. September von 17 bis 18.30 Uhr im Rahmen der Interkulturellen Woche im Haus des Evangelischen Frauenwerks, Steinrader Weg 11, statt. „Dazu laden wir alle Interessierten herzlich ein“, so Rudloff. Hier biete sich die Gelegenheit, das von der Possehl-Stiftung und der Friedrich Bluhme und Else Jebsen-Stiftung geförderte Projekt näher kennenzulernen.

Das Team Sprachpartnerschaften ist montags von 11 bis 13 Uhr und donnerstags von 10 bis 12 Uhr unter Telefon (0451) 613 201-510 erreichbar oder per E-Mail unter der Adresse sprachpartnerschaften@gemeindediakonie-luebeck.de.

Hier geht es zum Projekt:

www.gemeindediakonie-luebeck.de/sprachpartnerschaften

 

 

 

 

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