Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE)

Cahide Mardfeldt

Diplom-Sozialpädagogin

Telefon: 0451 / 613201-34
E-Mail: mardfeldt@gemeindediakonie-luebeck.de

türkische und englische Sprachkenntnisse

dienstags: 09.00 bis 11.00 Uhr
Volkshochschule Lübeck, Falkenplatz 10, Zimmer 0.06
Telefon: 0451 / 122 4048

donnerstags: 10.00 bis 12.00 Uhr
Gemeindediakonie Lübeck gGmbH
Haus der Diakonie, Mühlentorplatz 1, Zimmer 0.09
Telefon: 0451 / 613201-34

Weitere Termine nach telefonischer Vereinbarung

Abdulla Mehmud

Telefon: 0451 / 613201-14
E-mail:
mehmud@gemeindediakonie-luebeck.de

arabische / kurdische Sprachkenntnisse 

montags: 09.00 bis 11.00 Uhr
Nachbarschaftsbüro, Hudekamp 25a
Telefon: 0451 / 89 33 16

dienstags: 08.30 bis 10.30 Uhr
Gemeindediakonie Lübeck gGmbH 

Haus der Diakonie, Mühlentorplatz , Zimmer 0.03
Telefon: 0451 / 613201-14

Weitere Termine nach telefonischer Vereinbarung

Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE)

Die Integration der Zuwanderer ist eines der wichtigsten Themen der politischen Agenda in Deutschland. Der Nationale Integrationsplan stellt einen Meilenstein für ein modernes Integrationsverständnis in Deutschland dar. Die Bedeutung von Migrationsberatungsstellen1) für die gleichberechtigte Teilhabe von Zuwanderern an der Gesellschaft und für die soziale Stabilität wird im Nationalen Integrationsplan hervorgehoben. zwischen Zuwanderern und Aufnahmegesellschaft, indem sie die Standpunkte und Interessen der Zuwanderer vertreten, aber auch die Erwartungen und die Prinzipien des gesellschaftlichen Zusammenlebens der Aufnahmegesellschaft in die Zuwandererkreise transportieren. Dies sind wichtige integrative Funktionen.

Oft fehlen Zuwanderern notwendige Kenntnisse über die Bedingungen in der deutschen Gesellschaft, die zur Integration notwendig sind: Neben deutschen Sprachkenntnissen gehören dazu u. a. das Wissen um die Möglichkeiten zur Arbeitsaufnahme und zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Unsere Arbeit fördert auch die Integration von bereits länger hier lebenden Menschen mit Migrationshintergrund. Wir geben Impulse, damit Zuwanderer in der Lage sind, Ihr Leben in Deutschland selbstbestimmt zu führen.

Aufgabe und Ziel der aus Bundesmitteln (BAMF), Stiftungs- und Eigenmitteln finanzierten MBE ist es, die MigrantInnnen  bei ihrer sprachlichen, schulischen, beruflichen und sozialen Integration in unsere Gesellschaft zu beraten, zu begleiten und zu motivieren. Der Integrationsprozess soll verstanden werden als Hilfe zu Selbsthilfe.

Im Jahr 2010 hat die MBE mit vier BeraterInnen 494 erwachsene MigrantInnnen (Familien / Einzelpersonen), vorrangig aus Russland, Ukraine, Kasachstan, Irak, Türkei in 2400 Gesprächen beraten und betreut. Hauptthemen der Beratungsgespräche waren wirtschaftliche Fragen, Fragen zum Arbeitslosengeld II, zur beruflichen Situation und zur Wohnsituation.

Neben den regulären Beratungen bezüglich behördlicher Angelegenheiten zur Existenzsicherung steht die Lebenswegplanung mit der Klientel mithilfe des Case-Management-Verfahrens im Vordergrund. Das beinhaltet eine intensive Einzelfallplanung anhand einer Bestandsaufnahme sowie eine Zukunftsplanung, aufgeteilt in einzelne Schritte und stets in Absprache mit anderen Personen, Verbänden, Ämtern und Institutionen in unserem Lübecker Netzwerk.

Außerdem bietet die MBE neben ihren Sprechstunden im Haus der Diakonie eigens eine wöchentliche Sprechstunde beim meistfrequentierten Sprachkursträger (VHS) in Lübeck an sowie Sprechstunden in Außenstellen (Stadtteile  mit hohem MigrantInnenanteil).

Die MBE steht für MigrantInnen ab 27 Jahre offen: SpätaussiedlerInnen, deren Ehegatten und Abkömmlinge, sogenannte BestandsausländerInnen,  die schon mehrere Jahre in Deutschland sind, und andere NeuzuwanderInnen , unabhängig von ihrem Status.

Der Einzugsbereich der MBE ist das Stadtgebiet Lübeck, vereinzelt aber auch Nachbargemeinden. Der Zugang der Klientel erfolgt neben dem Überganswohnheim über die Regeldienste, Sprachkursträger, KollegInnen anderer Fachbereiche oder durch Verwandte und Bekannte der Klientel.

Der Unterstützungsbedarf vieler MigrantInnen bei der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben in Lübeck ist hoch. Wir versuchen, diesen Menschen zu helfen, um ihnen das Leben in Deutschland einfacher zu machen, damit sie Schritt für Schritt selbstständig werden und im Zug unserer Gesellschaft mitfahren können und nicht nebenher laufen müssen. Unser Anliegen ist die Förderung des gegenseitigen Respekts von Einheimischen und Zuwanderern. Nur auf dieser Grundlage ist eine erfolgreiche Integration und ein harmonisches Zusammenleben möglich. 

 

[1]) Diese sind neben den Integrationskursen ein fester Bestandteil des Zuwanderungsgesetzes, das am 01.01.2005 in Kraft getreten ist.