Gemeindediakonie Lübeck
Projekt „DiaLOG“ gestartet: Neue Perspektiven für Zugewanderte
Umgesetzt wird das Projekt in Lübeck und den Kreisen Ostholstein sowie Herzogtum Lauenburg. Ziel ist es, die drastischen Engpässe in der Pflege zu lindern und zugleich Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund eine Perspektive für den Arbeitsmarkt zu geben. Das Projekt läuft zunächst zwei Jahre.
„Bis 2030 werden rund 9000 zusätzliche Fachkräfte benötigt“, sagte Arbeits-Staatssekretärin Susanne Henckel bei der Übergabe eines Förderbescheids von 906.000 Euro an den kaufmännischen Diakonie-Vorstand Kay-Gunnar Rohwer. „Unser gemeinsames Ziel ist es, Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund in sozialversicherungspflichtige Tätigkeit im Arbeitsfeld Pflege zu vermitteln“, sagte Henckel mit Blick auf den hohen Bedarf an Arbeits- und Fachkräften sowie Auszubildenden in der Branche.
Diakonie-Vorstand Rohwer dankte dem Land für die Förderung, gerade in diesen haushaltspolitisch herausfordernden Zeiten. Das Land leiste damit einen beispielgebenden Beitrag zur Integration von Zugewanderten und zur Fachkräftegewinnung. Rohwer erinnerte daran, dass sich das Projekt durch eine niedrigschwellige Heranführung an einen Pflegeberuf auszeichne. „In Assessmentverfahren wird die Eignung, Motivation und Vorstellung von professioneller Pflege der Interessierten festgestellt. Die Teilnehmenden erhalten Informationen zum Pflegeberuf in Deutschland, Praktikumsmöglichkeiten, Schulungen und Unterstützung durch eine sozialpädagogische Projektbegleitung“, so Rohwer.
Die Kurse für bis zu 60 Personen pro Jahr finden voraussichtlich ab dem 1. August bei der Gemeindediakonie Lübeck statt. Interessierte können sich ab sofort unter dialog-pflege@diakonie-sh.de melden.