Gemeindediakonie Lübeck
"Familienfest" der Schwangerschaftsberatung
Zu den Gästen gehörten zahlreiche Vertreter*innen der anderen Beratungsstellen wie Pro Familia, Humanistische Union, Caritas und Donum Vitae sowie zahlreiche Vertreter*innen aus dem hiesigen Netzwerk. Diakoniepastorin Dörte Eitel, Geschäftsführerin der Gemeindediakonie, hob in ihrem Grußwort die Bedeutung der Zusammenarbeit aller Beratungsstellen hervor: „Ohne dieses Netzwerk geht es nicht. Es ist gut, dass wir in Lübeck diese Vielfalt von Trägern haben, und ich hoffe, dass das so bleibt. Wir brauchen Beratungsstellen, an die sich die Menschen wenden können: nicht nur bei den Themen rund um die Schwangerschaft, sondern auch bei allen Fragen zur Erziehung, zur Partnerschaft; wir brauchen vielfältige Therapiemöglichkeiten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.“
Dörte Eitel dankte den beiden Beraterinnen Sophia Leopold und Katja Ispas „für Ihr Engagement und Ihr Herzblut, mit dem Sie Ihre Arbeit verrichten – für Ihr Zuhören und Ihre Unterstützung. Ich danke aber auch der Hansestadt Lübeck für die finanzielle Förderung dieser wichtigen Arbeit und allen Netzwerkpartner*innen für die gute Zusammenarbeit. Sie alle haben gemeinsam ein Ziel: Mit der Frau - nicht gegen sie. Für eine gute Entscheidungsfindung braucht es eine professionelle Beratung.“
Sophia Leopold berichtete zur Geschichte der Beratungsstelle, die sie vor 25 Jahren aufgebaut hat. Zuvor war die Schwangerschaftsberatung der damaligen Ehe- und Lebensberatung angegliedert. „Heute arbeiten wir zu zweit mit zusammen 36 Wochenstunden“, so Leopold. „Seit der Gründung unserer Beratungsstelle am 1. Mai 2001 haben wir bis heute 10.399 Schwangerschaftsberatungen durchgeführt, davon 2379 Schwangerschaftskonfliktberatungen. In der Beratung setzen wir uns dafür ein, ungewollt schwangere Menschen respektvoll, ergebnisoffen und stärkend zu beraten. Wir möchten den betroffenen Menschen einen Raum eröffnen, in dem sie mit all ihren Ängsten und Ambivalenzen vorurteilsfrei angenommen werden“.
Das hier sei quasi „ein Familienfest“, so Leopold. Passend dazu gab es ein selbstgemachtes Buffet mit Stullen und Kuchen. Für die musikalische Umrahmung sorgte Silke Wegerich an der Harfe. Im Rahmen eines von Katja Ispas koordinierten Kunst-Workshops unter der Leitung der Kunsttherapeutin Ute Aichele zum Thema „Frauen im Fokus“ haben sechs Frauen Bilder und eine Installation geschaffen, die im Rahmen der Feier erstmals öffentlich gezeigt wurden.