News der Gemeindediakonie


Sprachpartnerschaften sind ein Erlebnis

22.06.2017

Veranstaltung zum Interkulturellen Sommer am 6. Juli

Beim lockeren Austausch Gemeinsamens entdecken: ein Foto vom Sommerfest 2016.

„Sprachpartnerschaften vermitteln Migrantinnen und Migranten ein Gefühl von Sicherheit und Orientierung, einen ganz wichtigen Anker in der neuen Umgebung.“ Dr. Imke Lode, externe Koordinatorin des Projektes Sprachpartnerschaften der Gemeindediakonie Lübeck, ist überzeugt: „Der relativ kleine Aufwand von zwei Stunden pro Woche macht einen Riesenunterschied.“

Sie und ihre drei Kolleginnen freuen sich darauf, Interessierten am Donnerstag, den 6. Juli, im Rahmen des Interkulturellen Sommers das Projekt näher zu bringen. Unter dem Motto „Erlebnis Sprachpartnerschaften“ veranstaltet das Projekt von 14 bis 16 Uhr in den Räumen der Herz-Jesu-Gemeinde, Parade 4 (gegenüber dem Marienkrankenhaus) ein attraktives Programm, das neugierig machen soll. Teilnehmende dürfen sich auf ein Sprachpartner-Speed-Dating, ein Integrations- und Lübeck-Quiz, afrikanisches Zöpfe-Flechten und weitere interkulturelle Aktionen freuen. Bei Kaffee und Kuchen können spielerisch erste Kontakte geknüpft und das Projekt Sprachpartnerschaften greifbar gemacht werden.

Die Sprachpartnerinnen und -partner treffen sich regelmäßig, um sich miteinander auf Deutsch über Gott und die Welt zu unterhalten und so nicht nur den Gebrauch der Sprache im Alltag zu festigen, sondern auch wechselseitig von der jeweiligen Kultur des Partners zu lernen. So wie Harald Weiß (73) und der Iraner Masood Khajehei (53): Die beiden Männer treffen sich wöchentlich für zwei bis vier Stunden, meistens im Haus der Diakonie. Der pensionierte Oberstudienrat und der ehemalige Soldat sprechen dabei „über alles“, so Weiß. „Es sind meist Themen des Alltags, wobei wir uns auch viel über unsere verschiedenen Kulturen austauschen. Oft stellen wir dabei fest, dass das Universelle entscheidender ist als das Trennende.“ Ihr Treffpunkt ist meist das Haus der Diakonie, wo das Projekt Sprachpartnerschaften angesiedelt ist, bei möglichen Fragen und Problemen unterstützt und Sprachmaterialien zur Verfügung stellt. Undine Haferkamp (27) dagegen trifft sich zuhause mit ihren beiden Sprachpartnerinnen Yordanos Tewelde (33) und Semhar Kefte (20) aus Eritrea. „Wir machen das reihum immer abwechselnd“, berichtet sie. „Wir essen, kochen und backen gerne zusammen.“

Die Nachfrage nach Sprachpartnerschaften ist riesig: Allein im vergangenen Jahr hat das interkulturelle Team des Migrationsfachdienstes der Gemeindediakonie 199 neue Sprachpartnerschaften vermittelt. Aktuell sucht es dringend vor allem deutschsprachige Ehrenamtliche. „Leider warten zur Zeit sehr viele Migrantinnen und Migranten – vor allem viele GeflĂĽchtete – auf eine Sprachpartnerschaft“, so Lode. Dieses vermittelt nicht nur passgenaue Sprachpartnerschaften. Neben einer intensiven Beratung und Begleitung werden Ehrenamtliche des Projektes auch interkulturell geschult und zu Veranstaltungen eingeladen. Wie zu dem jährlichen Sommerfest, das dieses Mal im Anschluss an die Veranstaltung „Erlebnis Sprachpartnerschaften“ von den  Sprachpartnerschaften gefeiert wird.

Interessierte haben jederzeit die Möglichkeit, sich im Haus der Diakonie am Mühlentorplatz unverbindlich bei der internen Projektkoordinatorin Cahide Mardfeldt und ihren Mitarbeiterinnen Annika Grill und Ute Rusch zu informieren.

Kontakt: Dr. Imke Lode, Cahide Mardfeldt, Tel. (0451) 613 201-510 (auch AB),
sprachpartnerschaften@gemeindediakonie-luebeck.de.

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