News der Gemeindediakonie


Kleidertauschparty als Auftakt

18.09.2017

Gemeinsames Projekt des Deutschen Frauenrings, des Ev. Frauenwerks und der Gemeindediakonie

Kleider spenden (hier ein Foto aus einer Kleiderkammer) oder tauschen: Die nachhaltige Alternative zum Wergwerfen und Neukaufen.

„Chic.Fair.Weltbewusst.“: So heißt ein neues Jahresprojekt des Deutschen Frauenrings Lübeck, des Evangelischen Frauenwerks Lübeck-Lauenburg und der Gemeindediakonie Lübeck rund um den fairen Umgang mit Textilien. Am Freitag, den 22. September, von 16 bis 20 Uhr, findet dazu als Auftaktveranstaltung eine Kleidertauschparty im Jugendzentrum Burgtor, Große Burgstr. 2 statt. Unter dem Motto „Feine Sache, Kleidertausch!“ bieten die Veranstalter in Zusammenarbeit mit dem Weltladen und weiteren Partnern auch ein informatives Rahmenprogramm an. Um 18 Uhr beginnt ein Workshop in Kooperation mit dem Frauenwerk der Nordkirche unter dem Titel „Gefangen im Netz?“, bei dem es um menschenwürdige Arbeit und Machtverhältnisse in der globalen Bekleidungsindustrie geht. Als Referent ist Felix Nickel (M.A. Global Political Economy) von der Universität Kassel geladen (Anmeldungen bis 20.9. unter Tel. 0451-300 86 87 12 oder per E-Mail unter frauenwerk-hl@kirche-ll.de).

Als weitere Veranstaltungen in diesem Jahr sind ein Workshop zum Thema „Handelsware Kleidung“ (25.10., 19 – 21 Uhr) sowie ein „Faires Frauenfrühstück“ (2.12., 10 – 13 Uhr), jeweils im Ev. Frauenwerk Lübeck, Steinrader Weg 11, geplant. Außerdem werden im Ev. Frauenwerk Upcycling-Nähgruppen angeboten. Beim Upcycling (englisch up „nach oben“ und recycling „Wiederverwertung“) werden Abfallprodukte oder scheinbar nutzlose Stoffe in neuwertige Produkte umgewandelt. So bieten einige Firmen bereits Garne aus Plastikflaschen an.

„Jedes Jahr werden weltweit etwa 80 Milliarden KleidungsstĂĽcke gekauft, das sind 400 %  mehr als noch vor 20 Jahren“, macht Angela Gläser, 1. Vorsitzende des Deutschen Frauenrings LĂĽbeck, klar. Die Textilbranche gelte als „zweitgrößter Umweltverschmutzer nach der Erdölindustrie“, zudem arbeiteten Männer und Frauen „unter menschunwĂĽrdigen, oftmals lebensgefährlichen Bedingungen fĂĽr weniger als 2,- Euro bis zu 18 Stunden am Tag“.

All das sind aus Sicht der Veranstalter gute Gründe für das Projekt. Angela Gläser bringt das Ziel des Projektes auf den Punkt: „Kreativ Neues entstehen lassen, Wertigkeit bewusst machen, das ist unser Anliegen.“

Das Projekt läuft auch 2018 weiter.
Infos und Termine: www.frauenwerk-luebeck-lauenburg.de