News der Gemeindediakonie


Jugendliche über Gefahren aufklären

08.11.2019

Comic-Ausstellung der Schuldnerberatungen ging zu Ende

Zu den Besuchern der Comic-Ausstellung gehörte auch die Albert-Schweitzer-Schule. Lehrerin Martina Schäfer ließ sich von den Schuldnerberaterinnen Rebekka Schippers und Mareike Gündel (v. l.) eine Broschüre dazu zeigen.

„Handy-Verträge bereiten unseren jungen Klientinnen und Klienten die größten Sorgen“, sagt Schuldnerberaterin Mareike Gündel von der Gemeindediakonie Lübeck. Aber auch die Miete für die erste eigene Wohnung oder Bestellungen bei Online-Warenhäusern seien ein häufiges Problem. Damit junge Menschen gar nicht erst in die Schuldenfalle geraten, klärt eine landesweite Wanderausstellung unter dem Titel „Schulden sind doof und machen krank“ im Comic-Stil über die typischen Gefahren auf. Bereits zum vierten Mal war die Ausstellung jetzt in Zusammenarbeit mit den vier öffentlich geförderten Lübecker Schuldnerberatungsstellen sowie dem gemeinsamen Projekt „Knappe Kasse – Clever Haushalten!“ im  Verwaltungszentrum Mühlentor (Haus Trave) zu sehen.

Zehn Gruppen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 14 bis 20 Jahren hatten sich für einen Besuch der dreitägigen Ausstellung angemeldet, darunter Schulen, die Handwerkskammer und die BQL (Berufs- und Qualifizierungsagentur) Lübeck GmbH. „Die Gruppen sind sehr unterschiedlich“, berichtet Mareike Gündel, „ich freue mich, wenn es zu regen, spannenden Diskussionen kommt.“

Das ist zum Beispiel mit den Zehntklässlern der  Albert-Schweitzer-Schule der Fall. Vertieft in die auf Roll-ups angebrachten Comics und Texte machen die Schülerinnen und Schüler Notizen auf ihren Fragebögen, tauschen sich miteinander aus. „Da will ich am liebsten gar nicht unterbrechen“, so Gündel.  Als sie es dann doch tut, ist es Zeit für die Auswertung. 16 Aufgaben und Fragen wie „Nenne 3 Gründe für Überschulung“, „Welche Verträge kennst du?“ oder „Was ist die Schufa?“ galt es zu lösen bzw. zu beantworten. Im gemeinsamen Gespräch mit den beiden Schuldnerberaterinnen Mareike Gündel und Rebekka Schippers (Hansestadt Lübeck) werden die Ergebnisse besprochen und die Gedanken der Jugendlichen dazu gehört.

„Wir hoffen, dass die Aktion dabei hilft, Jugendliche für das Thema zu sensibilisieren und sie für später ein wenig vorzubereiten“, so Mareike Gündel. Bei den Schulen scheint die Schau jedenfalls gut anzukommen, meint die Sozialpädagogin: „Die kommen jedes Jahr wieder.“

Die beteiligten Beratungsstellen sind GATE Lübeck pro Arbeit e. V., Gemeindediakonie Lübeck e. V., Hansestadt Lübeck  und Rechtsfürsorge e. V. Lübeck. Ansprechpartnerin ist Petra Niehoff, Telefon (0451) 50 28 29 14.